Herstellung

Ärzte, Apotheker / Herstellung und Pflege bilden das Team, auf das sich die Patienten verlassen können. Für echtes "Teamplay" darf auch Software-seitig keine Unterstützung fehlen. Mit Visite 2000 ziehen alle an einem Strang! Da Herstellung / Apotheke und die Stationen mit ein und demselben Softwareprodukt arbeiten, entfallen Schnittstellen und Medienbrüche, die immer mit Fehlerquellen behaftet sein können. Hierdurch wird eine Risikoreduzierung erreicht, und die Arzneimittel- und Patientensicherheit erhöhen sich.

Nach beendeter Visite kann der Patient von der Herstellung aus der Patientenliste aufgerufen werden. Hierfür können folgende Gruppen zuständig sein:
die Apotheke einer Klinik
ein(e) auf Station verfügbare(r) Apotheker(in)
eine PTA (Pharmazeutisch-technische Assistentin)
das Pflegepersonal

Nach Anwahl eines Patienten aus der Patientenliste erscheint die Herstellungsmaske. Sie ermöglicht die Bearbeitung derjenigen verordneten Arzneistoffe, die von der Apotheke bzw. auf der Station zubereitet werden sollen.

Wenn die vom Arzt verordneten Mengen die bei einem Arzneistoff hinterlegten Minimal- oder Maximaldosierungen überschreiten, wird eine entsprechende Warnmeldung bei Wechsel in die jeweilige Gruppe/Zubereitung angezeigt. Somit hat der Apotheker/PTA/Schwester die Möglichkeit, dies zu erkennen. Es liegt in deren Ermessen, ob die ärztliche Verordnung ohne Nachfragen akzeptiert wird.

Bei der Abfüllung flüssiger Medikamente können Zuschläge (= Überfüllungen) definiert oder die Zahl der Spritzen oder Beutel bestimmt werden.

Interne Plausibilitätskontrolle nach der Zubereitung:
Es können automatisch Plausibilitätskontrollen über das Beutelgewicht bei Mischungen in Beutelform erfolgen. In allen Fällen, bei denen der Arzneistoff (bzw. die Arzneistoffgruppe) in einer Spritze zubereitet wird, erfolgt eine Plausibilitätskontrolle über das Volumen. In der Regel wird die TPN-Tagesmenge im Beutel zubereitet, alle Arzneistoffe der Gruppe/des Typs TPN-Tagesmenge sollten deshalb eine korrekte Dichteangabe haben (Glukose 50% hat zum Beispiel eine Dichte von 1,18g/ml). Die Voreinstellung für dieses Feld ist 1g/ml. Bei i.v.-Medikamenten wird man häufig keine Dichtewerte zur Hand haben, diese werden jedoch in der Regel nicht im Beutel geliefert.